mein backup konzept

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in letzter zeit wurde ich häufiger gefragt, wie ich meine daten sichere. für meinen server nutze ich lediglich hyper-v replica und eine einfache sicherung der dateien und behalte diese für eine gewisse zeitspanne, danach überschreibe ich die dateien wieder.

eine andere backup strategie nutze ich für persönliche daten, die mir wichtig sind. dazu zählen vor allem fotos und daten aus meinem nebengewerbe. diese dateien sind einfach zu wichtig um diese lediglich auf einer (usb) festplatte zu sichern. daher nutze ich ein mehrstufiges konzept.

meine backup strategie habe ich auf der nachfolgenden grafik dargestellt:

Backup Konzept

Backup Konzept

es fängt alles lokal an, ich sichere beispielsweise meine fotos entsprechend einzelner daten bzw. ereignisse. sobald ich mit der bearbeitung im lightroom fertig bin, exportiere ich den katalog und kopiere die fotos auf eine externe usb festplatte.

zusätzlich packe ich mit winrar den export in passwortgeschützte, verschlüsselte 1gb archive mit einem 5%igen recovery record. anschließend landen die dateien via sftp sync im rechenzentrum auf meinem server. vom root server im rechenzentrum beginnt die eigentliche verteilung. die archive werden auf einen zweiten backup server gespiegelt. zusätzlich werden alle dateien nochmals automatisch zu google drive und amazon glacier kopiert. die zusätzlichen kosten für google drive bewegen sich entsprechend der der aktuellen preisliste. für 100gb sind das ca 3,80 eur, für 200gb sind es dann 7,60 eur. bei amazon glacier sieht das ganze noch günstiger aus. dort kosten 100gb ca 1,10 eur im monat, 200gb dann 2,20 eur. somit ergbit sich ein preis von 0,011ct pro gb. verglichen mit aktuellen preisen für festplatten doch erschwinglich.

da ich keine lust habe, die änderungen immer manuell zu allen zielen zu synchronisieren, nutze ich cloudberry backup enterprise edition.

cloudberry backup enterprise edition bietet die möglichkeit daten automatisiert, periodisch zu sichern. die software unterstützt alle namenhaften cloud speicher (Multiple Cloud Storage Support – Choose one of the supported public cloud storage including: Amazon S3, Amazon Glacier, Windows Azure, Rackspace, OpenStack, Google Storage, HP Cloud, Clodo, Scality, Dunkel, Host Europe, GreenQloud, Seeweb, Connectria, Walrus and Meze). für mich sind eigentlich nur amazon, google und azure interessant.

falls es nun fragen zu cloudberry backup enterprise edition gibt, die software werde ich noch einmal gesondert in einem blog post in den nächsten tagen vorstellen.

wo liegen für mich die vorteile der cloud? ganz einfach, ich habe meinen daten noch einmal zusätzlich an zwei weiteren orten, einmal in irland und einmal in den usa.

mache ich mir keine sorgen um meine daten, stichwort patriot act? nein, wenn die entsprechende verschlüsselung nicht reicht, dann weiß ich auch nicht. sicherlich, unmöglich ist in den cloud zeiten nichts mehr. ich für mich muss abwägen, evtl. datenverlust oder meine bilder mit uncle sam teilen. das kleinere übel ist in dem fall wohl uncle sam.

ist 5 mal sichern nicht quatsch? jeder für sich, mir ist es den aufwand und die zusätzlichen eur für google drive und amazon wert. traffic spielt bei mir nicht die rolle, auch habe ich bei 10mbit upload nicht wirklich ein problem 20gb fotos in die cloud zu schieben.

was mache ich, wenn ein anbieter meine daten “verliert”? dann habe ich noch 4 andere sicherungen. wenn auch die nicht mehr verfügbar sind, DANN sage ich mir, hätte wohl auch nix anderes geholfen.

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manu-b

beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren mit allen Themenbereichen rund um den Computer und hat sich vorrangig auf Server + Messaging Lösungen aus dem Hause Microsoft spezialisiert. Nebenbei interessiert er sich für Webprogrammierung und Sicherheitslücken in Webanwendungen sowie Fotografie.

3 comments on “mein backup konzept

  1. DANKE FÜR DIE AUSFÜHRLICHE BEANTWORUNG

  2. Lukas Prelovsky on said:

    Sehr schön beschrieben. Ein ausführliches und über verschiedene “locations” verteiltes Backup ist die Zukunft, denn man sollte sich zur heutigen Zeit gedanken über seine (Unternehmens)Kritichsten Daten machen, was bei vielen leider nicht der Fall ist. Erst wenn es richtig knallt, dann wird auch etwas unternommen, aber dafür ist es meist schon zu spät.

    Danke für den Artikel.

    Gruß,
    Lukas

  3. manu-b on said:

    hallo lukas,

    leider wahr. wenn es zu spät dann wird gejammert. man sollte aber nicht vergessen auch die gesicherten dateien zu prüfen. nichts ist schlimmer als datensalat der sich nicht öffen bzw. wiederherstellen lässt :) .

    manu

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